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Der Supermann, die Superfrau – nur Comic-Helden?

Die Faszination der Comic-Helden

SupermanWie gerne lassen wir uns in die Welt der Fantasie entführen. Da gibt es eine ganz gefährliche Bedrohung, ein Ereignis, das die ganze Welt in den Abgrund stürzen könnte. Dahinter steckt irgendein superreicher Wahnsinniger oder ein schwarzmagischer Meister, besessen von dem Plan, die Welt zu beherrschen. Manchmal ist es aber nicht mal ein menschliches Wesen, sondern ein von Menschen erschaffener Supercomputer, der ein Eigenleben entwickelt und sich die Menschheit untertan machen will.

Aber dann kommt einer zum Vorschein, der entweder dank eines speziellen Anzugs – wie in Spiderman – oder dank ungewöhnlicher Begabungen – wie bei X-Man, oder weil er der Auserwählte ist – wie Neo bei Matrix – der diese ehrgeizigen Pläne der dunklen Macht durchschaut und zu bekämpfen beginnt.

Wie gerne lassen wir uns in diese surrealen Welten entführen, leiden und zittern mit dem Filmhelden, um ganz erleichtert in unseren Sessel zurückzufallen, wenn dann endlich der Böse besiegt und die Gefahr der Weltherrschaft mal wieder gebannt ist! – Das gibt es ja nur im Film.

Die Realität, in der wir leben

GroßraumbüroUnsere Realität sieht komplett anders aus: Wir gehen jeden Tag unserer Arbeit nach. Wir sind ständig beschäftigt mit unseren alltäglichen Problemen und Sorgen, so dass wir gar keine Zeit und auch keine Verbindung haben, uns mit solchen Superhelden auch nur im Entferntesten in Verbindung zu bringen. Zusätzlich treibt uns unsere schnelllebige Zeit durch den Tag, dass wir kaum den Anforderungen des Alltags gerecht werden können. Und wenn wir schließlich mal Zeit hätten, müssen wir längst fällige Verpflichtungen, wie Behördengängen, nachkommen oder wir schütten uns mit unseren Freizeitaktivitäten zu: Geburtstagsfeiern, Vereinsversammlungen, Urlaubsreisen, die uns so wichtig sind, Einkäufe und vieles mehr.

Außerdem sind wir ständig mit unseren Grenzen konfrontiert. Wir haben nicht mal die Möglichkeit, unsere Familie, geschweige denn unsere Arbeitsstelle zu beeinflussen. Warum sollen wir uns dann mit irgendwelchen Verschwörungstheorien auseinandersetzen, wenn wir sowieso nichts ändern können – weder an der Politik, noch an dem Bankensystem, noch an der Raffgier der Unternehmen und schon gar nicht an den Kriegen, die an so vielen Stellen der Welt toben. Das macht mutlos und lässt uns resignieren: „So ist es eben, da kann man sowieso nichts machen!“

Es drängt sich der Verdacht auf, dass wir diesen Dauerstress regelrecht suchen, um nur nicht nachdenken zu müssen – über uns und unsere Situation! Wenn sich mal ein Zeitfenster ohne Termine auftut, dann sind wir so erschöpft und ausgelaugt, dass wir gar keine Energie für solche Überlegungen haben oder wir streiten uns mit Familienmitgliedern rum, um das bisschen überschüssige Energie schleunigst zu verbrauchen, auch wenn dabei nur der eigene Frust und die dicke Luft das Ergebnis sind.

Woher kommt diese Opferhaltung

In den letzten 2000 Jahren unserer Geschichte prägte eine unentrinnbare hierarchische Struktur unsere Gesellschaft. Einerseits benötigten die Massen eine straffe Führung, weil bei dem Bewusstsein der Menschen damals Gesetze und Regeln nötig waren, um Chaos und Verbrechen zu verhindern. Aber diese Struktur orientierte sich nie an den Bedürfnissen eines Volkes, sondern an denen des jeweiligen Machthabers. Dass das Volk unterdrückt, ausgebeutet und benutzt wurde, war normal. Man versuchte sich damit zu arrangieren, denn den Aufmüpfigen drohte Ächtung oder Tod. Rebellen wie Robin Hood waren Ausnahmen, zumal sie keine dauerhafte Verbesserung für die Mehrheit der Menschen erreichen konnten.

So gab – und gibt es bis heute – für die meisten nur zwei Möglichkeiten: Sich ducken und anpassen oder nach draußen gehen und gegen die Ungerechtigkeit zu rebellieren. Bis heute versuchen die Menschen über Demonstrationen sich Gehör zu verschaffen. – Aber nützt das wirklich etwas? Kleine, kurzfristige Erfolge vielleicht – ein bisschen mehr Geld, die Aufmerksamkeit der Medien. Aber was haben die Massendemonstrationen gegen ein rigides Waffengesetz genützt? Bis heute bleibt diese Gesetzt eine heilige Kuh, die niemand zu schlachten wagt.

Die Droge „Ablenkung“

Droge AblenkungUm nicht zu verzweifeln lenkt man sich ab, dazu gibt es heute reichlich Möglichkeiten: Begonnen vom Smartphone, auf das man den ganzen Tag starren muss, über Videospiele, über niveaulose Fernsehsendungen, seichte Schlager, die die heile Welt vorgaukeln und bis hin zu der beliebtesten Ablenkung – das Opium fürs Volk: der Fußball. Daran verdienen die Organisatoren Milliarden. Fußball ist ein gnadenloses, aber lukratives Geschäft geworden. Und so verplempern wir unsere kostbare Zeit mit virtuellen Drogen und lassen uns einlullen von einer Scheinwelt, die uns Spannung und Harmonie vorgaukelt! Wir schlafen vor uns hin – und dann verwundert es auch nicht, dass wir den Supermann, die Superfrau in uns verkümmern lassen.

Und was ist nun der Supermann – die Superfrau in uns?

Inzwischen hat die Quantenphysik die Populärwissenschaft erobert. Überall findet man Abhandlungen, die gut verständlich sind – wie bei Joe Dispensa, Bradley Nelson, Bruce Lipton – nur um ein paar Beispiele zu nennen.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist, dass wir in jedem Moment eine unendlich große Zahl an Möglichkeiten zur Verfügung haben, aber dass wir uns auf die wenigen beschränken, die wir kennen und uns gar nicht dafür öffnen neue, unbekannte Optionen zu erwägen. Diese Erfahrung kennt jeder von uns: Wenn wir uns auf eine Sache konzentrieren – zum Beispiel auf eine Sendung im Fernsehen, kriegen wir gar nicht mit, dass ein Familienmitglied mit uns zu sprechen versucht, oder dass da noch jemand im Raum hantiert, es sei denn es stört unsere Sicht auf den Bildschirm. Genauso ist es mit unseren Möglichkeiten – nur das, was wir vor der Nase haben, ziehen wir in Betracht.

Aufwachen und hinschauen
Ein Supermann hat immer alles im Blick, ist hellwach und „riecht“, wenn etwas nicht stimmt. So kann er eingreifen, bevor es zur Katastrophe kommt. Jeder von uns ist dazu in der Lage, aber dann muss er aus seinen Bequemlichkeitsschlaf aufwachen! Dazu muss niemand gleich die Welt verändern, aber wir selbst können uns und unser Umfeld viel umfassender wahrnehmen. So können wir unser eigenes Verhalten erkennen und gegebenenfalls ändern. Wenn ich anders auf meine Kollegen zugehe, werden die mit Sicherheit anders auf mich reagieren, Vielleicht brauche ich die Stelle dann gar nicht wechseln, vielleicht weiß ich dann aber auch, worauf ich achten muss, wenn ich mich wieder bewerbe!
Ich bin zu viel mehr in der Lage, als ich glaube

Goldfisch springt aus WasserglasEin Supermann ist auch deshalb der Held im Film, weil er seine Fähigkeiten kennt und ständig verbessert. Er läßt sich nicht davon abschrecken, dass etwas unmöglich erscheint, er überlegt vielmehr, wie er die Grenzen überwinden kann, die sich ihm in den Weg stellen. Er kennt auch seine Schwächen und verändert sie wenn notwendig oder steht dazu – im Film entwickelt er Empathie, versteht die Not der Menschen – das macht ihn sympathisch, da fühlen wir uns hingezogen. Ein Superheld ist nie ein eiskaltes, berechnendes Genie, sondern immer auch ein achtsamer, mitfühlender Mensch. So sind wir immer dann Superhelden, wenn wir unsere Talente erkennen und sie einsetzen, dort wo sie gebraucht werden. Ein beeindruckendes Beispiel war Bernhard Grzimek, der mit seinem Sohn Michael in jahrelangem unermüdlichen Einsatz die Grundlage für den Natur- und Tierschutz in Afrika legte, zu einer Zeit als dieses Denken noch gar nicht in den Köpfen der Menschen angekommen war. Er war ein Pionier, der Widerstände überwand und dessen Einsatz bis heute Früchte trägt und unvergessen bleibt. Er war ein Superheld in seinem Einsatz für Natur und Tiere.

Die Supermänner und – frauen des Alltags

Und es gibt so viele, die still und ohne Aufhebens ihrer Berufung folgen, wie ein Katholischer Priester, der trotz vieler Widerstände mitten im Kongo Schulen aufbaut und den Kindern Grundlagen vermittelt, womit sie in ihrer Heimat eine Existenz gründen können und dazu beitragen, die dortige Lebensqualität zu verbessern. Oder die Frau, die als Schneiderin alte Nähmaschinen sammelt, sie nach Afrika transportier und dort den Frauen das Schneidern beibringt –mit großem Erfolg, denn damit können diese Frauen auch ihren Lebensunterhalt verdienen. Oder die Frau, die ihr ganzes Geld in eine Wildtierpflegestation steckt und kranke Wildtiere, wie Igel, Hasen, Vögel und viele andere Tiere gesund pflegt und wieder auswildert. Das ist nur eine winzige Auswahl der stillen Superhelden des Alltags.

Jeder von uns kann zum Superhelden werden, wenner sich und das Leben wach und aufmerksam wahrnimmt, wenn er sich von scheinbaren Begrenzungen nicht aufhalten lässt, seine Talente dort zur Verfügung stellt, wo sie gebraucht werden und das zum Guten verändert, was ihm persönlich möglich ist.

Wer seine Berufung gefunden hat, und mag sie noch so unbedeutend erscheinen, braucht den Ruhm von außen nicht mehr. Da ist die Befriedigung, durch das eigene Sein und Tun etwas zu bewirken, mehr als genug an Belohnung!

Eine einzige kleine Kerze kann einen großen dunklen Raum erhellen!
Nächstes Mal: Glück oder Unglück – es wird sich weisen

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